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Jörg
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Warum ich gerne mit der offenen Gitarrenstimmung Open-G spiele

Eigentlich ganz einfach. Man braucht nur den Barré-Zeigefinger benutzen und hat bereits einen vollständigen Dur-Akkord. Ein, zwei, selten auch drei Finger dazu und man spielt (außer Moll-Akkorden) jede Menge Varianten, die in einer normalen Stimmung wahre Finger-Brecher wären oder gar nicht realisierbar sind. Da es mich immer schon interessierte, was denn das Geheimnis hinter den Stones-Klassikern ist, befasste ich mich schon vor vielen Jahren mit der Open-G Spielweise. Keith Richards spielt seit Beggars Banquet mit offenen Gitarrenstimmungen. Während der langen Aufnahmepausen nach Between the Buttons ödete ihn sein Gitarrenspiel an und er hatte den Eindruck auf der Stelle zu treten. Beim Durchhören alter Bluesplatten aus den 20ern und 30ern fielen ihm merkwürdige Gitarrenstimmungen auf, die - nun selbst ausprobiert - Aha-Effekte auslösten. Stücke nachzuspielen, denen sonst kaum beizukommen waren, erwies sich damit manchmal als total einfach. Wie diese Stimmungen zustande kamen und wer sie erfand interessiert dabei letztlich nicht. Jedenfalls kam Keith so zur offenen D-Dur-Stimmung [D, A, D, Fis, A, D], die er auf Beggars Banquet (Street Fighting Man, Jumping Jack Flash) einsetzte. Etwa zur gleichen Zeit traf Keith auf Ted Newman Jones III., der ihm ab diesem Zeitpunkt jede Menge 5-saitige Gitarren nach Maß anfertigte. Klassiker wie Brown Sugar und Honky Tonk Woman spielt Keith in der offenen G-Dur Stimmung [G, D, G, H, D], wobei er die ursprüngliche tiefe E-Seite anfangs einfach entfernte. "Der Sound wird sonst einfach zu brummig", fand er. Eine standardmäßige E-Gitarre mit nur fünf Saiten zu bespannen konnte Keith gerade mal zu Testzwecken ertragen. Gegen das gleichmäßige Verteilen der Saiten auf dem Griffbrett sprachen allerdings die Tonabnehmer mit ihren festen Magneten. Es kam wie es kommen musste: Ted Jones baute Keith von nun an eine Unzahl 5-saitiger Spezialanfertigungen mit dessen Hilfe er Sounds zauberte, die vielleicht für immer unerreicht bleiben werden.

Wie ich zur Band kam:

"Na - ich hab'se halt einfach mit gegründet"

Meine Meinung zu Rocks Off:

"Wer übt, kann nix!"